Umschuldung: Kredite ablösen & Zinsen sparen | Kreditecho
Umschuldung

Umschuldung: teure Kredite ablösen und Zinsen sparen

Eine Umschuldung ersetzt einen oder mehrere teure Kredite durch ein neues, günstigeres Darlehen. So senkst du deinen Zins, fasst mehrere Raten zu einer zusammen und verschaffst dir wieder Überblick. Wir zeigen dir, wann sich das lohnt, worauf du bei der Vorfälligkeitsentschädigung achten musst und wie der Wechsel abläuft.

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Gib die abzulösende Restschuld als Wunschbetrag und die gewünschte Laufzeit ein – du siehst sofort die möglichen Konditionen mehrerer Anbieter. Kostenlos, ohne Registrierung und Schufa-neutral.

Umschuldungs-Vergleich

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Repräsentatives Beispiel gem. § 17 PAngV: Nettodarlehensbetrag 10.000 €, Laufzeit 60 Monate, gebundener Sollzins 6,99 % p.a. (fest für die gesamte Laufzeit), effektiver Jahreszins 7,22 % p.a., monatliche Rate 197,97 €, Gesamtbetrag 11.878,20 €. 2/3 aller Kund:innen erhalten diesen oder einen günstigeren effektiven Jahreszins. — Illustrative Werte: vor dem Livegang mit den offiziellen 2/3-Konditionen und dem Kreditgeber des Partners abgleichen.

Grundlagen

Was ist eine Umschuldung?

Bei einer Umschuldung nimmst du einen neuen Kredit auf, um damit einen oder mehrere bestehende Kredite abzulösen. Der neue Kreditgeber – oder du selbst – überweist die sogenannte Ablösesumme an die bisherigen Gläubiger, und die alten Verträge werden beendet. Übrig bleibt ein einziger, im Idealfall günstigerer Kredit.

Dahinter stehen meist zwei Ziele: Zinsen senken, wenn die aktuellen Konditionen besser sind als beim Altvertrag, und Kredite bündeln, um aus mehreren Raten eine einzige zu machen – für bessere Übersicht und oft eine niedrigere Gesamtbelastung.

Immobilienfinanzierung umschulden? Die Umschuldung eines laufenden Immobilienkredits läuft über eine Anschlussfinanzierung mit eigenen Regeln (u. a. andere Vorfälligkeitsentschädigung). Mehr dazu im Bereich Baufinanzierung.

Lohnt sich das?

Wann sich eine Umschuldung lohnt

Eine Umschuldung rechnet sich vor allem in diesen Fällen:

  • Der effektive Jahreszins des neuen Kredits liegt spürbar unter dem des Altvertrags
  • Du willst einen teuren Dispokredit ablösen – der Dispo ist fast immer deutlich teurer als ein Ratenkredit
  • Du möchtest mehrere Kredite zu einer günstigeren Rate bündeln
  • Du willst die monatliche Belastung senken – etwa über eine längere Laufzeit (erhöht allerdings die Gesamtzinsen)

Weniger sinnvoll ist eine Umschuldung bei sehr kurzer Restlaufzeit oder wenn eine hohe Vorfälligkeitsentschädigung den Zinsvorteil auffrisst. Entscheidend ist immer der Vergleich der Gesamtkosten – nicht allein der Monatsrate.

Kosten

Kosten & Vorfälligkeitsentschädigung

Löst du einen Kredit mit gebundenem Sollzins vorzeitig ab, darf die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung als Ausgleich für die entgangenen Zinsen verlangen. Bei Verbraucherkrediten ist sie gesetzlich gedeckelt:

  • höchstens 1 % der Restschuld, die vorzeitig zurückgezahlt wird
  • höchstens 0,5 %, wenn die Restlaufzeit zwölf Monate oder weniger beträgt
  • nie mehr als die Zinsen, die für die restliche Laufzeit noch angefallen wären

Für einen Dispokredit fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an – ihn kannst du jederzeit ohne Zusatzkosten ablösen. Rechne mögliche Gebühren immer in den Vergleich ein: Die Umschuldung lohnt sich nur, wenn der Zinsvorteil größer ist als Vorfälligkeitsentschädigung und etwaige Kosten zusammen.

Ablösesumme anfragen: Lass dir von deiner Bank die genaue Ablösesumme – Restschuld plus eventuelle Vorfälligkeitsentschädigung – nennen. Erst mit dieser Zahl kannst du den neuen Kredit sauber gegenrechnen.

Voraussetzungen

Voraussetzungen für die Umschuldung

Die Anforderungen entsprechen weitgehend denen eines normalen Ratenkredits – dazu kommt die Ablösung der Altverträge:

  • Ausreichende Bonität ohne gravierende negative Schufa-Merkmale
  • Wohnsitz und Girokonto in Deutschland sowie regelmäßiges Einkommen
  • Bekannte Restschuld bzw. Ablösesumme der bestehenden Kredite
  • Der neue Kredit deckt die Ablösesumme – bei Bedarf mit etwas Puffer

Du bist selbstständig oder freiberuflich tätig? Dann gelten andere Nachweise – mehr dazu im Ratgeber zum Kredit für Selbstständige.

So funktioniert's

In vier Schritten zur Umschuldung

1

Ablösesumme anfragen

Restschuld und eventuelle Vorfälligkeitsentschädigung bei den bisherigen Gläubigern erfragen.

2

Vergleichen

Neuen Kredit über die Ablösesumme berechnen und die Effektivzinsen inklusive Kosten vergleichen.

3

Beantragen

Neuen Kredit beantragen – oft mit dem Verwendungszweck „Umschuldung" – und per Video-Ident legitimieren.

4

Ablösen

Der neue Kreditgeber überweist die Ablösesumme, die alten Verträge werden beendet.

Sonderfall

Umschuldung für Selbstständige

Auch als Selbstständige:r kannst du bestehende Kredite und einen teuren Dispo umschulden. Weniger laufende Verpflichtungen verbessern oft sogar deine Bonität – wichtig ist der richtige Anbieter, der selbstständige Einkommen fair bewertet.

  • Mehrere Raten zu einer bündeln – mehr Überblick
  • Anbieter, die BWA und EÜR fair berücksichtigen
  • Weniger Verpflichtungen können den Score verbessern
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Redaktion & Prüfung

Wer hinter diesem Ratgeber steht

Finanzredakteur & Dozent

Stefan Neugardt schreibt bei Kreditecho über Kredit- und Finanzierungsthemen und übersetzt komplexe Konditionen in klare, nachvollziehbare Entscheidungen. Die Inhalte folgen unseren redaktionellen Standards.

Zuletzt aktualisiert: 01.07.2026 Fachlich geprüft: Kreditecho-Redaktion
Häufige Fragen

Umschuldung – häufige Fragen

Was bringt eine Umschuldung?+
Eine Umschuldung kann deinen Zins senken, mehrere Kredite zu einer Rate bündeln und die monatliche Belastung verringern. Statt vieler Verträge mit unterschiedlichen Konditionen hast du am Ende einen einzigen, im Idealfall günstigeren Kredit.
Wann lohnt sich eine Umschuldung?+
Sie lohnt sich, wenn der effektive Jahreszins des neuen Kredits inklusive aller Kosten unter dem des Altvertrags liegt. Einen teuren Dispokredit abzulösen ist fast immer sinnvoll. Weniger lohnend ist sie bei kurzer Restlaufzeit oder hoher Vorfälligkeitsentschädigung.
Was ist die Vorfälligkeitsentschädigung?+
Das ist eine Entschädigung, die die Bank für das vorzeitige Ablösen eines Kredits mit gebundenem Sollzins verlangen darf. Bei Verbraucherkrediten ist sie gedeckelt: höchstens 1 % der Restschuld, bzw. 0,5 %, wenn die Restlaufzeit zwölf Monate oder weniger beträgt. Für einen Dispo fällt sie nicht an.
Kann ich mehrere Kredite zusammenfassen?+
Ja. Du kannst mehrere laufende Kredite und den Dispo zu einem einzigen Kredit bündeln. Das schafft Überblick und führt oft zu einer günstigeren Gesamtrate, weil ein Ratenkredit meist günstiger ist als mehrere Einzelverträge oder der Dispo.
Schadet eine Umschuldung meiner Schufa?+
Der Vergleich läuft als Schufa-neutrale Konditionsanfrage und verändert deinen Score nicht. Die Umschuldung selbst kann den Score sogar verbessern, wenn du dadurch mehrere Verpflichtungen zu einer zusammenfasst und Altverträge beendet werden.
Ist eine Umschuldung für Selbstständige möglich?+
Ja. Auch Selbstständige und Freiberufler:innen können bestehende Kredite umschulden – entscheidend sind der passende Anbieter und vollständige Einkommensnachweise wie BWA oder EÜR. Weniger laufende Verpflichtungen wirken sich oft positiv auf die Bonität aus.

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Kreditecho ist ein unabhängiges Informations- und Vergleichsportal und selbst kein Kreditgeber. Angaben zu Zinsen und Konditionen sind unverbindlich und können sich ändern; maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Kreditgebers. Eine Umschuldung sollte gut überlegt sein – prüfe Angebote und Kosten sorgfältig und in Ruhe.