Forward-Darlehen: Zinsen sichern & Aufschlag | Kreditecho
Forward-Darlehen

Forward-Darlehen: heutige Zinsen für später sichern

Mit einem Forward-Darlehen sicherst du dir schon heute den aktuellen Zins für eine Anschlussfinanzierung, die erst in einigen Jahren ansteht. Das schützt vor steigenden Zinsen – kostet aber einen Aufschlag und bindet dich an die Abnahme. Wir zeigen dir, wie es funktioniert und wann es sich lohnt.

Zins bis zu 5 Jahre sichern Schutz vor steigenden Zinsen Unabhängiger Überblick
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Forward-Darlehen berechnen und vergleichen

Vergleiche die Konditionen mehrerer Banken – kostenlos und unverbindlich. So findest du heraus, zu welchem Aufschlag du dir die aktuellen Zinsen für deine spätere Anschlussfinanzierung sichern kannst.

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Repräsentatives Beispiel gem. § 17 PAngV (Immobiliardarlehen): Nettodarlehensbetrag 300.000 €, Sollzinsbindung 10 Jahre, gebundener Sollzins 3,50 % p.a. (fest), anfänglicher Tilgungssatz 2,00 % p.a., effektiver Jahreszins 3,56 % p.a., 120 monatliche Raten à 1.375,00 €, Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung 228.284 €. 2/3 aller Kund:innen erhalten diesen oder einen günstigeren effektiven Jahreszins. — Illustrative Werte: vor dem Livegang mit den offiziellen Konditionen des Partners abgleichen (PAngV-Pflicht).

Grundlagen

Was ist ein Forward-Darlehen?

Ein Forward-Darlehen ist eine besondere Form der Anschlussfinanzierung: Du schließt den Vertrag heute ab, die Auszahlung erfolgt aber erst in der Zukunft – nämlich dann, wenn die Sollzinsbindung deiner aktuellen Baufinanzierung ausläuft. So sicherst du dir schon jetzt den heutigen Zins für die Zeit danach.

Die Zeitspanne zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung heißt Vorlaufzeit (Forward-Periode). Üblich sind bis zu rund fünf Jahre im Voraus. In dieser Zeit zahlst du noch nichts – die vereinbarten Raten beginnen erst, wenn das Forward-Darlehen deine alte Finanzierung ablöst.

Die Kosten

Der Forward-Aufschlag

Diese Zinssicherung ist nicht umsonst: Für die Vorlaufzeit verlangt die Bank einen Forward-Aufschlag auf den aktuellen Zins. Er fällt je Monat Vorlaufzeit an – je länger du im Voraus abschließt, desto höher ist der Aufschlag insgesamt. Der gesicherte Zins liegt damit etwas über dem heutigen Marktzins.

Ob sich das rechnet, ist letztlich eine Frage der Zinsentwicklung: Steigen die Zinsen bis zum Ende deiner Zinsbindung stärker als der Aufschlag, hast du gespart. Bleiben sie gleich oder fallen sie, war die Absicherung teurer als nötig. Genau deshalb lohnt sich der Vergleich mehrerer Angebote.

Die Entscheidung

Wann sich ein Forward-Darlehen lohnt

Ein Forward-Darlehen ist im Kern eine Versicherung gegen steigende Zinsen – und zugleich eine Wette auf die Zinsentwicklung. Sinnvoll ist es vor allem, wenn beides zusammenkommt:

  • Deine Sollzinsbindung läuft in den nächsten rund ein bis fünf Jahren aus
  • Das aktuelle Zinsniveau ist attraktiv und du möchtest es dir sichern
  • Du rechnest mit steigenden Zinsen und legst Wert auf Planungssicherheit

Wer dagegen auf gleichbleibende oder fallende Zinsen setzt oder flexibel bleiben möchte, fährt mit einer normalen Anschlussfinanzierung zum späteren Zeitpunkt oft besser. Eine Garantie gibt es in keine Richtung – entscheidend ist, wie viel dir Sicherheit wert ist.

Wichtig zu wissen

Abnahmepflicht & Risiken

Der wichtigste Punkt: Mit dem Abschluss gehst du eine Abnahmepflicht ein. Du musst das Forward-Darlehen zum vereinbarten Zeitpunkt abnehmen – auch dann, wenn die Zinsen inzwischen gefallen sind und am Markt günstigere Angebote locken. Nimmst du es nicht ab, kann die Bank eine Nichtabnahmeentschädigung verlangen.

Damit trägst du das Risiko der Zinsentwicklung: Die Sicherheit des festen Zinses erkaufst du dir mit dem Verzicht auf mögliche spätere Zinssenkungen. Überlege dir die Vorlaufzeit deshalb gut – je länger sie ist, desto größer sind Aufschlag und Unsicherheit.

Dein gutes Recht: Auch ein Forward-Darlehen kannst du zehn Jahre nach vollständiger Auszahlung mit sechs Monaten Frist kündigen (§ 489 BGB). Diese Frist beginnt allerdings erst mit der Auszahlung – also nach Ablauf der Vorlaufzeit.

So funktioniert's

In vier Schritten zum Forward-Darlehen

1

Restschuld & Termin

Restschuld und das Ablaufdatum der aktuellen Zinsbindung ermitteln.

2

Angebote vergleichen

Forward-Konditionen und Aufschläge mehrerer Banken gegenüberstellen.

3

Abschließen

Zins und neue Sollzinsbindung heute festschreiben – gültig ab dem späteren Start.

4

Auszahlung

Nach Ablauf der Vorlaufzeit löst das Forward-Darlehen deine alte Finanzierung ab.

Der Überblick

Forward ist einer von drei Wegen

Das Forward-Darlehen ist eine von drei Optionen für die Anschlussfinanzierung. Ob Verlängerung bei der eigenen Bank, Wechsel zu einem günstigeren Anbieter oder Zinssicherung im Voraus – im Überblick siehst du, welcher Weg zu deiner Situation passt.

  • Prolongation, Umschuldung und Forward im Vergleich
  • Der richtige Zeitpunkt und wie du Zinsen sparst
Zur Anschlussfinanzierung
Redaktion & Prüfung

Wer hinter diesem Ratgeber steht

Finanzredakteur & Dozent

Stefan Neugardt schreibt bei Kreditecho über Kredit- und Finanzierungsthemen und übersetzt komplexe Konditionen in klare, nachvollziehbare Entscheidungen. Die Inhalte folgen unseren redaktionellen Standards.

Zuletzt aktualisiert: 01.07.2026 Fachlich geprüft: Kreditecho-Redaktion
Häufige Fragen

Forward-Darlehen – häufige Fragen

Was ist ein Forward-Darlehen?+
Ein Forward-Darlehen ist eine Anschlussfinanzierung, die du heute abschließt, die aber erst in der Zukunft ausgezahlt wird – wenn deine aktuelle Sollzinsbindung ausläuft. So sicherst du dir den heutigen Zins für die Zeit danach.
Wie lange im Voraus kann ich abschließen?+
Üblich ist eine Vorlaufzeit von bis zu rund fünf Jahren (etwa 60 Monaten) vor Ablauf der aktuellen Zinsbindung. Die genaue Höchstdauer hängt vom Anbieter ab.
Was kostet ein Forward-Darlehen?+
Die Bank verlangt einen Forward-Aufschlag auf den aktuellen Zins, der je Monat Vorlaufzeit anfällt. Je länger du im Voraus abschließt, desto höher fällt der Aufschlag insgesamt aus – der gesicherte Zins liegt damit etwas über dem heutigen Marktzins.
Wann lohnt sich ein Forward-Darlehen?+
Vor allem dann, wenn deine Zinsbindung in den nächsten Jahren ausläuft, das aktuelle Zinsniveau attraktiv ist und du mit steigenden Zinsen rechnest. Es bietet Planungssicherheit. Bei gleichbleibenden oder fallenden Zinsen wäre eine spätere normale Anschlussfinanzierung oft günstiger.
Muss ich das Forward-Darlehen abnehmen?+
Ja. Mit dem Abschluss besteht eine Abnahmepflicht – du musst das Darlehen zum vereinbarten Zeitpunkt abnehmen, auch wenn die Zinsen inzwischen gefallen sind. Nimmst du es nicht ab, kann die Bank eine Nichtabnahmeentschädigung verlangen.
Forward-Darlehen oder normale Anschlussfinanzierung?+
Das Forward-Darlehen sichert dir Zinsen im Voraus und schützt vor Zinssteigerungen. Wer flexibel bleiben oder auf fallende Zinsen setzen möchte, wartet und vergleicht später über eine normale Anschlussfinanzierung. Was besser passt, hängt von deiner Zinserwartung und deinem Sicherheitsbedürfnis ab.

Zinsen sichern, bevor sie steigen

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Kreditecho ist ein unabhängiges Informations- und Vergleichsportal und selbst kein Kreditgeber. Der Baufinanzierungs- und Forward-Darlehen-Vergleich läuft über einen spezialisierten Partner. Angaben zu Zinsen, Aufschlägen und Konditionen sind unverbindlich, können sich ändern und hängen von der individuellen Situation und der Zinsentwicklung ab; maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Anbieters. Ein Forward-Darlehen sollte gut überlegt sein – prüfe Angebote, Aufschlag und Abnahmepflicht sorgfältig und in Ruhe.